Wir haben neue Schulmentoren!

Die 2. Qualifizierung der Elternmentoren fand in der Zeit von November 2017 bis März 2018 statt. Vier Elternmentorinnen haben sich in acht Modulen qualifiziert und die Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen. Am 20.03.2018 übergab unsere Schulleiterin Frau Petri die Zertifikate.

Herzlichen Glückwunsch!

Unsere neuen Elternmentoren sind:

Frau Hasanaj
Frau Carkaci
Frau Amri
Frau Abdallah

      

Die Eltermentorinnen werden in den nächsten Tagen zusammen mit den bisherigen Elternmentoren zwei Zusatzmodule durchführen. Außerdem ist ein Elterncafé geplant.

Am 3. Mai 2018 findet in der Schule Arnkielstraße der 4. Jahresempfang der Schulmentoren statt.

Erkan Akkaya, Elternbeauftragter

Poetry-Slam auf dem Schiff

Seit dem 2. Schulhalbjahr findet auf dem Bauhüttenschiff „Fried“ das Projekt Poetry-Slam statt. In diesem Projekt setzen sich die Schülerinnen und Schüler der 8a und 8b mit Poesie, dem kreativen Schreiben von Texten sowie der Performance dieser Texte auseinander.
Während in den Anfangsstunden der Fokus auf der Theorie liegt, lernen die Schülerinnen und Schüler in den folgenden Stunden viele Methoden und Hilfsmittel, um kreative Gedanken auf’s Papier zu bringen – Deutschunterricht mal ganz anders, auf einem Bauhüttenschiff!

Neben den eigenen Texten der Jugendlichen soll auch ein eigener Poetry-Slam entstehen. Dieser soll das gelungene Projekt und das Schuljahr 2017/18 im Sommer abrunden.
Unterstützt wird Thore Lehmann, Fellow von Teach First Deutschland, diesmal von der Lehrerin Stefanie Gierke.
Beide konnten für das Projekt noch eine besondere Unterstützerin gewinnen:
Ina Diallo, Finalistin beim „U20-Slam 2017“ (den deutschsprachigen Jugendmeisterschaften), wird ihre Erfahrung in regelmäßigen Abständen an die Schülerinnen und Schüler weitergeben und vor Ort, auf dem Schiff, hilfreiche Ratschläge geben.

Wir freuen uns auf tolle, kreative Ergebnisse!

Text: Thore Lehmann

Projekt „Ellbogen“

– Ein Schauspiel-Projekt im Rahmen des Unterrichts „Darstellendes Spiel“ mit SchülerInnen der 7. und 8.Klassen in Kooperation mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg –

Zum Inhalt – Das Buch von Fatma Aydemir:

„Sie ist siebzehn. Sie ist in Berlin geboren. Sie heißt Hazal Akgündüz. Eigentlich könnte aus ihr eine gewöhnliche Erwachsene werden. Nur dass ihre aus der Türkei eingewanderten Eltern sich in Deutschland fremd fühlen. Und dass Hazal auf ihrer Suche nach Heimat schlimme Fehler begeht. Erst ist es nur ein geklauter Lippenstift.
Dann stumpfe Gewalt. Als die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie zuvor war.“

Die SchülerInnen nehmen an einem Workshop teil, der in mehrere Module eingeteilt ist und bringen ihre Erfahrungen aus ihrer Lebensumwelt und ihr Feedback ein:

• Einführung mit dem Ensemble des Schauspielhauses
• Besuch einer Probe
• Workshop mit Nicole Dietz vom Schauspielhaus
• Hauptprobenbesuch (Vorpremiere)
• die TeilnehmerInnen berichten in den Klassen mit einem kleinen
Vortrag über das Projekt

Weitere Informationen zum Theaterstück:

https://www.schauspielhaus.de/de_DE/repertoire/ellbogen.1126024

Premiere ist am 08/04/2018 im Deutschen Schauspielhaus
Es spielt: Katherina Sattler

https://schauspielhaus.de/de_DE/home

Hamburg räumt auf

Müll-Aufräumtag auf der Veddel

Am 20.03.2018 beteiligten sich die Schüler des Jahrgangs 7 an der Aktion „ Hamburg räumt auf“.
Ausgestattet mit Müllsäcken und Handschuhen von der Stadtreinigung Hamburg zogen sie über die Veddel. Jeder Gruppe wurde ein zu säubernder Bereich zugeordnet.
Es war für die Schüler überraschend, wie viel Müll in der kurzen Zeit aus ihrem Stadtteil zusammen kam.
Insgesamt wurden über 60 Säcke und andere Kuriositäten (Sofa/Staubsauger/Kinderwagen, etc.) zusammen getragen.
Als Belohnung für die geleistete Arbeit gab es bei Salis einen Döner.

Für alle Beteiligten war es ein großer Erfolg. Wir werden auch nächstes Jahr dabei sein.

Beitrag und Fotos von A.Gabriel und P.Herrmann

 

JeKI-Auftritt im AWO-Treff auf der Veddel

Am 25.Januar trat eine Gruppe unserer JeKI-Musik-Kinder im Seniorentreff der AWO-Veddel auf.
Die Schülerinnen und Schüler spielten kleine Stücke auf ihren Gitarren und Geigen. Stolz präsentierten sie ihre eingeübten Stücke.
Aufgelockert durch Moderation und Gesang von ein paar Klassikern (u.a. The Lion Sleeps Tonight, Lady in Black) gab es ein fröhlich-buntes Programm in gemütlicher Runde.
Herzlichen Dank an unsere Musiklehrkräfte Frau Hoffmann, Frau Gargarin, Herrn Thompson und Herrn Wolski, die die Kinder ans Musizieren heranführen und sie zu ihrem Auftritt begleiteten!

Stelzentanzkurs

Was haben Stelzen und Karneval gemeinsam?

(Foto: © O.Demi/ Schule auf der Veddel)

Die Lehrerin Frau Demi erklärt’s:

Stelzentanz aus Trinidad – Geistergestalten auf langen Beinen tanzen durch die Straßen beim Karneval in Trinidad.
Und jetzt auch in Hamburg! In der Schule auf der Veddel lernen Kinder und Jugendliche im Rahmen des Nachmittagsunterrichts diese besondere Kunstform aktiv kennen.
Stolz stehen sie auf einem halben Meter Höhe und schnell entwickeln sich aus den zaghaften ersten Schritten akrobatische Dance-Moves und Tricks.

2.Schülerkongress am 22.01.18

Zweiter Schülerkongress auf der Veddel

– Ein Bericht von Thomas Himmel –

(©Foto von Ulrich Böwing: Pastor Klaus-Georg Poehls, Imam Abu Ahmed Jacobi, Kongressteilnehmerinnen)

Am 22. Januar 2018, einem Tag mit dem für Hamburg typischen Schmuddelwetter, fand der zweite Schülerkongress im Haus der Projekte statt. Insgesamt nahmen 55 Schüler der achten bis zehnten Klassen von der Schule auf der Veddel und der Stadtteilschule am Hafen, sowie einige Pädagogen an dem Kongress teil.
Auch in diesem Jahr stand die Veranstaltung wieder unter dem Motto “Bildung, Information und Kultur“.
In zwei äußerst informativen Vorträgen wurde über Weltreligionen, Weltethos und die Radikalisierung innerhalb von Religionen referiert.
Diesbezüglich konnten wir zwei erfahrene Referenten gewinnen: Pastor Klaus-Georg Poehls, Referent der Stiftung Weltethos sowie Imam Abu Ahmed Jacobi, Leiter des Ausschusses für interreligiösen Dialog und Vorstandsmitglied der SCHURA(Rat der islamischen Gemeinschaften) Hamburg. Mit viel Feingefühl und zahlreichen anschaulichen Beispielen brachten beide Referenten den Schülern ihre Inhalte nahe und diskutierten diese anschließend in großer Runde kontrovers. Die denkanstoßende Debatte zeigte Möglichkeiten auf, wie unterschiedlichste Religionsgruppen in Zukunft friedlich miteinander koexistieren können.

Hierzu eine Stimme von Thomas Himmel, dem Initiator und Ideengeber des Kongresses: „Diese gedankenanregende Debatte wird mich noch lange Zeit beschäftigen.“
Der ebenfalls als Geschäftsführer des Musikprojektes “bandboxx gGmbH“ fungierende Thomas Himmel, organisierte die Veranstaltung im Haus der Projekte auf der Veddel erneut in Zusammenarbeit mit Andreas Ness vom Verein “Get The Kick“.
Begleitet wurde die Veranstaltung von den Auftritten zweier Bands aus dem bandboxx-Projekt: “Die Schulkinder“ und “Coole Mädchen“ spielten ihre eigens verfassten Songs erstmals live vor Publikum.
Die Veranstaltung fand ihren Abschluss mit interessanten Gesprächen bei einem gemeinsamen Mittagessen.

Zum Schluss noch einmal herzlichen Dank an die vielen helfenden Hände aus dem Haus der Projekte und an die Sponsoren, ohne dessen Unterstützung auch der zweite Schülerkongress auf der Veddel nicht möglich gewesen wäre: Aurubis, Schule auf der Veddel, bandboxx gemeinnützige GmbH und Get The Kick e.V.

Zwei Teilnehmer, Enes und Shahin, aus der Klasse 8a über den Kongress:

„Wir fanden es gut, dass der Pastor und der Imam sich Zeit für uns Jugendliche genommen haben. Sie haben gut gesprochen und uns mit ihren Worten zum Nachdenken gebracht. Wir haben gelernt, dass die Religionen mehr gemeinsam haben, als sie unterscheidet.
Eine Message ist bei uns besonders hängen geblieben:
Wenn du etwas Gutes tust, widerfährt dir auch Gutes zurück!
Wir fanden es außerdem vom Haus der Projekte sehr lieb, dass sie kostenlos
Essen für alle vorbereitet haben.“

(©Fotos: Thore Lehmann/ Schule auf der Veddel)

Senatorin Frau Dr. Stapelfeldt zu Besuch in der IVK-Klasse

Wer ist Mister X?
Frau Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, hat am 17.11.2017 im Rahmen der diesjährigen Leseprojektwoche den Schüler*innen der IVK 3/4 Klasse das letzte Kapitel aus „Die rätselhaften Briefe“ des Autors THiLO vorgelesen.

Gespannt lauschten die Kinder der Auflösung der Geschichte.
Doch so einfach war es nicht: Frau Dr. Stapelfeldt musste zum Schluss den Code eines verschlüsselten Briefes knacken…

Der Besuch der Senatorin war ein voller Erfolg –
wir bedanken uns ganz herzlich für das Vorlesen
und die Gespräche mit den Schüler*innen!

Zur Pressemitteilung der Behörde geht es hier:
http://www.hamburg.de/bsw/9896586/2017-11-17-bsw-schulmentoren-projektschule

 

Der Sprung an die Uni

Vom Hauptschüler zum Akademiker

Das Hamburger Abendblatt berichtete am 27.05.17 über diese besondere Erfolgsgeschichte und über die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft.

Herzlichen Dank dafür, dass wir den Artikel von Katharina Gessler veröffentlichen dürfen:

Bulut Surat, ehemaliger Schüler der Schule Slomanstieg (heute Schule auf der Veddel)  schaffte den Sprung an die Uni nach einem außergewöhnlichen Betriebspraktikum bei Aurubis

„Was für eine Karriere: Als Teenager sah es für Bulut Surat eher düster aus. Mit 15 hatte er zwar einen Hauptschulabschluss, aber Null Chance auf einen Ausbildungsplatz. Heute, zehn Jahre später, ist er Akademiker. Er studiert Sozialökonomie an der Uni Hamburg,
ist Stipendiat im Begabtenförderprogramm der Hans-Böckler Stiftung und hat seinen Bachelor bereits in der Tasche.
Voraussichtlich ab dem kommenden Wintersemester wird er noch ein Master-Studium dranhängen. Dass er es soweit gebracht hat, verdankt er einer Kooperation zwischen Aurubis, Deutschlands
größter Kupferhütte, und der Schule auf der Veddel: 9-Plus hieß das Pilotprojekt, das 2007 startete und bis heute eine Erfolgsgeschichte ist.

„Ich habe den Eindruck, dass man es als Ausländer schwerer hat“, sagt Bulut Surat damals. Aus ihm sprach der blanke Frust. Den sein deutscher Freund hatte zwar einen viel schlechteren
Hauptschulabschluss hingelegt als er. Doch der Zuschlag für einen Ausbildungsplatz ging trotzdem an ihn. Als er dann von der Möglichkeit erfuhr, ein Jahr lang ein Berufspraktikum bei Aurubis (damals noch Norddeutsche Affinerie) zu machen, hat er die Chance gleich beim Schopf gepackt. „Das hat alles verändert“, sagt er heute.

Mit dem Praktikum begann Bulut Surats ganz persönliche Erfolgsgeschichte. Die Möglichkeiten, die sich ihm mit einem Mal boten, haben bei ihm offensichtlich die Lust auf mehr gefördert. Und sein Potenzial wurde erkannt. Surat bekam nach dem Praktikum einen Ausbildungsvertrag zum Verfahrensmechaniker, wurde 2011 sogar Azubi des Jahres, Sonderpreis Integration. Er selbst beschreibt seine Wandlung so:
„Mit 15 nimmt man ja das Leben noch nicht ganz so ernst, im Praktikum habe ich dann einen guten Eindruck davon bekommen, was im Berufsleben zählt.“

Jedenfalls ist der junge Mann mit den türkischen Wurzeln seither seinen Weg ohne weitere Umwege gegangen. Er führte ihn schnell und zielgerichtet auch zur Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), wo er schon bald zum Jugend- und Ausbildungs-referent aufstieg. Auch diese Fortbildungen und Seminare, die er als Gewerkschafter absolvierten, hätten ihm den Rücken gestärkt, sagt Bulut Surat rückblickend. Der Sprung an die Uni, der ihm Jahre zuvor noch wie der sprichwörtliche Griff nach den Sternen erschienen wäre, kam nun als logische Konsequenz einer in sich stimmigen Karriereplanung daher. Mit dem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung im Rücken ging es an die Uni Hamburg: Der Studiengang Sozialökonomie steht hier auch Menschen offen, die kein Abitur haben – vorausgesetzt, sie bestehen einen
entsprechenden Einstufungs- und Eignungstest. Bulut Surat bestand ihn.

Insgesamt 120 junge Menschen haben in den vergangenen zehn Jahren das 9- beziehungsweise 10-Plus Programm durchlaufen. Sie alle hatten, wie damals Bulut Surat, zwar den Ersten Schulabschluss in der Tasche, aber keine Aussicht auf einen Ausbildungsplatz. Während des einjährigen Berufspraktikums werden sie jeweils an drei Tagen in der Woche bei der Aurubis und an zwei Tagen in der Schule am Slomanstieg qualifiziert. Immerhin: Für 70 Prozent der
Praktikanten war das der Einstieg in eine anschließende Ausbildung bei Aurubis.

Der Erfolg des Modell ist nach Ansicht des Unternehmens darin begründet, dass durch die enge Verzahnung mit der Schule auf der Veddel und Aurubis ein vertrauensvoller, regelmäßiger Austausch gegeben ist – mit Elternabenden, Seminaren und kontinuierlichem Erfahrungsaustausch:
„Durch das Jahrespraktikum ergibt sich eine intensive Auseinander-setzung mit der Berufwelt und dem angestrebten Beruf.“ 10-Plus sei keine Warteschleife, heißt es weiter, sondern die zielgerichtete praktische Erarbeitung der Ausbildungsreife. Ausgezeichnet ist das Modell inzwischen auch, und zwar mit dem Schulmerkur, von der Hamburger Wirtschaft, vergeben im Zusammenhang mit einem Wettbewerb über innovative Zusammenarbeit von Unternehmen und Schule.

Ausgezeichnet, das sind längst auch die Perspektiven von Bulut Surat, davon ist der 25-Jährige, der später im Personalmanagement arbeiten möchte, überzeugt. Und das auf allen Ebenen:
Ende vergangenen Jahres läuteten für ihn die Hochzeitsglocken, im Februar kam seine Tochter zur Welt.